Karin G. Juni 2004 PDF Drucken E-Mail

Mein Ayuverda Aufenthalt in Indien.


Es war das schönste Erlebnis, was ich jemals gehabt habe.

Es fing damit an, dass mir ein Freund den Tipp gegeben hatte. Nach kurzem Überlegen habe ich die Chance wahrgenommen und habe mich angemeldet.

Es wurde alles perfekt geregelt und ich habe mich um fast nichts kümmern müssen. Meine Eltern brachten mich zum Flughafen und ab dem Zeitpunkt, war ich auf mich alleine gestellt. Es ist beeindruckend wie viel Hilfe man bekommt. Es wurde mir leicht gemacht. Der Flug war zwar anstrengend, aber ich bin sehr gut in Cochin (Südindien) angekommen. Dort hat man mich abgeholt und es ging weiter ca. 3 Stunden bis nach Changanacherry. Man hat mich auch schon erwartet und ich wurde gleich in mein Zimmer gebracht. Müde wie ich war habe ich erst geschlafen und mir dann im Rollstuhl mein Zimmer angeschaut. Es ist einfach eingerichtet, aber es genügt. Von meiner Terrasse bzw Balkon hat man alles gesehen. In einer U-form gehaltene kleine Welt mit ca 10 Zimmern (wobei jede davon einen seperaten Eingang und 2 Stühle hatten. Meistens sind Inder mit Ihren Begleitpersonen da gewesen Es gab aber auch 2 Deutsche und 1 Engländer.

Später kam der Arzt bei mir vorbei und ich musste ihm meinen Krankheitsverlauf erklären. Gott sei Dank war neben mir ein Deutscher, der mir beim übersetzen half.

Es fing dann mit einer Ölmassage über ein Stunde an, dabei wird eine kleine Flasche Öl auf den Körper gegeben und synchron von 2 lieben Inderinnen einmassiert. Dann muß man 1 Std. Ruhen.

Am nächsten Tag kamen nach dem Frühstück die Ärzte (meistens 4) und der Chefarzt teilte mir auf Englisch alles weitere mit. Es ging dann weiter mit einer Ölmassage über 1 Std. und danach gleich das Ölbad, da wird eine Flasche warmes Öl auf dem ganzen Körper verteilt und von 2 Inderinnen wieder synchron einmassiert. Da das ganze recht Anstrengend ist, muss man 1 Std. ruhen und man bekommt sein Mittagessen auf das Zimmer. Es ist eine rein vegetarische Küche, die sehr schmackhaft zubereitet worden ist. Man vermisst überhaupt nichts.

Der Doktor kam 2mal am Tag um sich nach dem Befinden zu erkundigen. Man wird alle 3-5 Tage von den Massage-Mädchen gewaschen und fühlt sich danach wie ein neuer Mensch. (das Öl braucht seine Zeit zu wirken) Morgens um halb sieben wird man geweckt, Blutdruck und Fieber gemessen und man bekommt seine Medizin. Nach dem 7 Tag wird der Darm gereinigt da bekommt man eine Medizin zum essen und sehr viel zu trinken.

Für die nächsten 7 Tage bekam ich eine Ölmassage und Nachmittags einen Stirnölguss (Man lieget auf einem Massagetisch und es wird in einem Gefäß warmes Öl ganz langsam über die Stirn laufen gelassen. Danach wieder eine 1stündig Ruhepause. Zwischen den Anwendungen habe ich noch eine Physio Therapie bekommen.

So gingen dann ganz schnell die nächsten Tage rum. Wieder sind 7 Tage rum und man hat noch einmal den Darm gereinigt. Es ging weiter mit einer normalen Ölmassage und physiotherapie 2mal 1 Stunde.

Es wurde sogar ein Augenbad bei mir durchgeführt. Am Anfang hat es etwas gebrannt aber dann ging es.

So flogen die 2 Monate wie nichts vorbei und schon saß ich wieder im Flugzeug.

Wenn ich mir die 8 Wochen so durch den Kopf gehen lasse, bin ich in Gedanken in Indien. Ich werde den Aufenthalt nie vergessen.

Karin G.

Juni 2004

P.S. mein persönlicher Erfolg, hat sich auch eingestellt, ich kann wieder an meiner Gehhilfe kleine Strecken selber laufen. Das ganze wird unterstützt durch meinen Ayurveda Arzt in Stuttgart.