Hans J., November 2008 PDF Print E-mail

Ressumee einer 6-Wochen Ayurveda Kur


Zu Anfang einer Kur in Indien ist es für uns Europäer etwas schwer, loszulassen und sich auf eine Behandlung einzulassen, die vom Arzt nicht besonders ausführlich oder auch gar nicht dem Patienten erklärt wird.

Nach einer kurzen Eingewöhnungs-Phase von 2-3 Tagen fühlte ich mich aber im Matha Ayurveda Hospital in der Rolle des Patienten in guten Händen und dabei sehr wohl.

Dies lag vor allem an dem Rundum-Versorgtsein durch die Ärztin Dr. Darly James und ihr Team.

Man musste sich praktisch kaum um die Dinge des Alltags kümmern. Das war für mich zu Anfang ungewohnt und auch langweilig, den Tag über nichts tun zu müssen ausser die therapeutischen Anwendungen.

Doch merkte ich bald, dass es notwendig ist, dem Körper möglichst viel tägliche Belastung abzunehmen, damit dieser sich voll und ganz mit der Therapie/den Anwendungen und den Reaktionen darauf beschäftigen konnte.


Ärztliche Betreuung:
Die ärztliche Betreuung möchte ich als sehr gut bezeichnen. Ich hatte immer das Gefühl, in sehr professionellen Händen zu sein. Dr Darly war stets über das Befinden ihrer Patienten informiert und die Therapie und Medikamenten-Gabe wurde jeweils aktuell darauf abgestimmt. Auch war stets Hilfe da, wenn bei Patienten Sofort-Massnahmen notwendig waren.

Therapeutische Anwendungen:
Meine Anwendungen wie z. B. Öl-Massage, Leaf-Bundle, Rice-Bundle, Stirnguss u.a. wurden von geübten Therapeuten ausgeführt. Manchmal wurden die Termine, wie sie auf dem Termin-Brett angeschrieben waren, nicht so genau eingehalten, die Therapeut/innen/en waren aber immer sehr freundlich und hatten eine ansteckend gute Laune.

Ayurvedisches Essen:
Das ayurvedische Essen war sehr reichhaltig und schmechte mir bis auf ein paar Ausnahmen hervorragend. Auch wurden uns Patienten zu jeder Mahlzeit die verschiedenen Zutaten erklärt.

Organisatorische Betreuung:
Organisatorische Dinge wie z. B. eine Bootsfahrt in die Backwaters wurden von Dr Darly und ihrem Team ohne grossen Aufhebens organisiert. Für solche Zwecke stellte Sie den Patienten auch gerne ihr Auto mit Chaffeur zur Verfügung.

Unterbringung:
Die Unterbringung war sehr angenehm, erinnerte weniger an ein Krankenhaus, als an einen familiären Hotelbetrieb. Die Zimmer sind schlicht und sehr sauber. Positiv war auch der Wasch-Service, so dass man nicht so viele Klamotten mitbringen muss. Kleines Manko bei der Unterbringung war ein fehlender Garten, wo man zwischen den Therapien relaxen hätte können, dies war auf die zwei Terassen im Erdgeschoss und 1.Stock beschränkt.

Fazit:
Bis auf ein paar Kleinigkeiten war ich sehr zufrieden und kann jedem, der eine ernsthafte Ayurveda Kur machen will, das Matha Hospital nur wärmstens empfehlen.

Hans J.

Februar 2009